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bigmouth
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 00:17 |
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| Klumpen Tofu |
Registriert: 25.03.2008, 19:56 Beiträge: 1254 Wohnort: Ruhrpott
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Zitat: sternzeichen UND aszendent widder 
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Annie_Slut
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 13:28 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 14.11.2008, 20:41 Beiträge: 1061 Wohnort: Berlin
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Nemesister hat geschrieben: @ bigmouth: ein Mann, der sich die Augenbrauen zupft ist ja auch "schwul"  Obwohl da gibt es ja das verhältnismäßig anerkannte Phänomen der Metrosexualität, vielleicht würde das ja auch darunter fallen. Ansonsten widerspricht übertriebene Körpermodifikation ja dem männlichen Idealbild... Das unterscheidet sich ja leider sehr stark vom weiblichen Idealbild (leider für die Frauen). Ich muss auch sagen, dass ich extremes Übergewicht auch bei anderen nicht gut finde, weil es einfach - das ist nicht abstreitbar - schlecht für die Gesundheit ist. Genauso wenig finde ich es gut, wenn jemand, den ich gern habe, raucht, Drogen nimmt oder was auch immer. Bei einem Partner würde es mich stören, weil ich immer im Hinterkopf hätte, dass er viel eher körperlich zu vielem nicht mehr in der Lage sein würde als ich (bei extremen Übergewicht ja jetzt schon nicht). Das würde unser gemeinsames Leben einfach einschränken und da es (zumindest in den meisten Fällen) vermeidbar ist, würde es mich stören. So dick sind aber die wenigsten und ich bin es auch noch lange, lange nicht. Bei meiner persönlichen Unzufriedenheit liegen ausschließlich ästhetische Gründe vor... Ich mache aber auch Sport, gehe schwimmen und denke auch noch über irgendwas nach, das mein Körperbewusstsein stärkt wie Yoga oder Ballett. Dann hab ich ja noch meine Hunde, die sorgen auch dafür, dass ich mich bewege  Was die Tabletten angeht, weiß mein Arzt gar nichts davon und er würde mich lynchen  Ich hatte das Thema (mit derselben Begründung) mal angesprochen und er hat mir im Grunde verboten, das Zeug abzusetzen. Ich glaube er wäre entsetzt Nachdem ich das Zeug los war, habe ich mich auch von meinem Freund getrennt (er hat mich in der Zeit des Absetzens, in der es mir echt beschissen ging und ich massive Entzugserscheinungen hatte, kaum unterstützt), habe deshalb gerade niemanden der "auf mich acht gibt" aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es mir besser geht. Ich bin wieder im Stande zu fühlen! Auch negativ, aber scheiß drauf, Hauptsache überhaupt! Und ich fange wieder an mit dem ganzen Politkram, ich finde zu mir selbst. Das gibt mir soo viel und damit auch sicher viel mehr als die blöden Tabletten. Diese Sache, dass Dick-Sein schlecht für die Gesundheit ist - so unbestreitbar ist das gar nicht. Es gibt durchaus auch wissenschaftliche Studien, die ergeben haben, das dicke Menschen im Schnitt nicht weniger gesund sind als schlanke. Allerdings, wenn Dicke eine Krankheit haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die_der Ärztin_Arzt gar nicht nach Ursachen forschen, sondern statt dessen sofort davon ausgehen wird, das Gewicht sei die Ursache der Erkrankung. D.h. Dicke bekommen auf Grund der Voruteile von Mediziner_innen eine schlechtere ärztliche Versorgung als Schlanke, weil sie weniger sorgfältig und daher oft falsch diagnostiziert werden. Also ich fand das eine sehr spannende Information, als ich das gehört habe.
_________________ ***revolution is my grrrlfriend***
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Nemesister
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 14:12 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 10.04.2007, 19:16 Beiträge: 1697 Wohnort: Ruhrpott
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Annie_Slut hat geschrieben: Diese Sache, dass Dick-Sein schlecht für die Gesundheit ist - so unbestreitbar ist das gar nicht. Es gibt durchaus auch wissenschaftliche Studien, die ergeben haben, das dicke Menschen im Schnitt nicht weniger gesund sind als schlanke. Allerdings, wenn Dicke eine Krankheit haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die_der Ärztin_Arzt gar nicht nach Ursachen forschen, sondern statt dessen sofort davon ausgehen wird, das Gewicht sei die Ursache der Erkrankung. D.h. Dicke bekommen auf Grund der Voruteile von Mediziner_innen eine schlechtere ärztliche Versorgung als Schlanke, weil sie weniger sorgfältig und daher oft falsch diagnostiziert werden. Also ich fand das eine sehr spannende Information, als ich das gehört habe. Das sehe ich anders... Also gerade Übergewicht steht doch im Zusammenhang mit eigentlich allen Zivilisationskrankheiten. Und Übergewicht resultiert doch meist aus ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung (oder zumindest eins von beidem). Meine Tante ist übergewichtig und hat die typischen Problem; zu hohen Blutdruck, zu hohe Cholesterinwerte, zu viel Belastung für die Knochen. Als sie 50 war hat der Arzt zu ihr gesagt, wenn sie so weitermacht sitzt sie in 5 Jahren im Rollstuhl. Sie ist 52 und bisher hat sich nichts geändert... Wenn ich mit ihr spazieren gehe ist sie fast langsamer als meine 80-jährige Oma. Gleichtzeitig reden und laufen geht nicht. Wenn sie sich zu tief setzt (zB auf eine niedrige Couch) kommt sie alleine nicht mehr hoch. Das sind alles Probleme, die sie aufgrund ihres Gewichtes hat. Oder was ist Deine Erklärung?
_________________ >>Denn wenn wir schon nicht verhindern können, dass der Wahnsinn über unsere Köpfe fliegt, dann lasst uns wenigstens verhindern, dass er in unseren Haaren Nester baut.<<
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Annie_Slut
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 14:23 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 14.11.2008, 20:41 Beiträge: 1061 Wohnort: Berlin
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Nemesister hat geschrieben: Dodo hat geschrieben: auch erfahrungstechnisch gesehen - die meisten, die so "schönheitsmakel" (mal abgesehen von immensem übergewicht oder so) überhaupt sehen,, sind frauen. Das habe ich letztens auch noch irgendwo gelesen. Frauen finden andere Frauen meist am schönsten, wenn sie dünn sind - Männer hingegen mögen meist Frauen lieber, an denen auch was dran ist. Und auch sonst sind Frauen durchaus kritischer als Männer, was das einhalten von Schönheitsnormen angeht. Das blöde daran ist nur, dass wir über Aussehen meist eher mit Freundinnen sprechen als mit Freunden und deshalb womöglich ein verzerrtes Weltbild haben (?). Zitat: und was ist schöner: eine hübsch gereihtes beet mit sorgsam geschnittenen schönen rosen - oder eine volle wiese mit llauter unterschiedlichen, sagenhaft tollen wildblumen? Toller Vergleich! Zitat: du mußt unbedingt "starving girls, hungry daughters" (oder wars hungry girls, starving daughters??) lesen, gibts auf amazon. super buch! so wie es geschrieben ist kann jede frau/mädchen (und auch einige typen) einen bezug dazu aufbauen. Das ist leider auf Englisch... ich glaub das trau ich mir nicht zu no.kitsch.please: Es hakt an dem Anruf, der Terminvereinbarung... Ich kann mich einfach nicht überwinden...  Ich hab sowieso sowas wie ne Telefonphobie, persönlich vorbei gehen finde ich nicht schlimm, aber telefonieren ist ganz ganz blöd. Und dann diese gewissen Scheu vor der Kontaktaufnahme... Dieses "Was, wenn die mich nicht ernstnehmen?"-Gespenst... Ich habs schwarz auf weiß hier, von Ärzten, vom Krankenhaus... aber das ändert nicht wirklich was  Hm. Ich finde diese Aussage immer seltsam, dass Männer angeblich Frauen begehrenswert finden, an denen "was dran" ist. Also so verallgemeinernd macht das eh keinen Sinn. Und ganz nebenbei wäre es auch heterosexistisch. (Ich habe auch das Gefühl, dieser Satz wird manchmal geäußert, um mir ein besseres Gefühl zu geben und mir zu sagen ich sei begehrenswert, und dabei wird automatisch vorausgesetzt, dass ich von Männern begehrt werden wolle.) Ich glaube, die Geschmäcker sind da sicherlich gemischt, aber ein bestimmter Geschmack ist gesellschaftlich anerkannter und im dominanten Diskurs, prägt also unsere Welt um uns herum. Nämlich die Vorliebe für dünne Frauen. Ich habe es mehrfach erlebt, seit ich mich auffälliger kleide und auch meinen Körper nicht mehr unter schlabbrigen Klamotten verstecke wie früher mit 14, dass ich auf der Straße von Männern beleidigt worden bin als "fette Sau", ich solle mal abnehmen, ich sei so häßlich, dass sie davon Augenkrebs kriegen würden, so auf der Schiene. Aus heiterem Himmel, einfach so. Das muss ja auf jeden Fall irgendwoher kommen. Ich habe noch nie von dünneren Frauen gehört, dass Männer auf der Straße ihnen "Hungerhaken" oder sowas hinterherrufen würden. Nur um meine These mal zu unterstreichen. Ich fühle mich immer sehr angegriffen von sowas und es löst in mir ein schlechtes Gefühl zu meinem Körper aus. Davon kann ich mich trotz besserem Wissens nicht abgrenzen. Ich hatte auch so mit 15, 16, 17 eine Esstörung und bin sehr dünn geworden. Bin ich nun seit Längerem nicht mehr und mein Körper ist wieder so, wie er eigentlich ist, wenn er ausreichend ernährt wird. Und das ist eben etwas runder als schlank, mit Speckpolstern, 'nem runden Bauch, großen Brüsten, die aber auch entsprechend mehr runterhängen als kleine, 'nem dicken Po, der nicht gerade wie ein Apfel geformt ist, und dicken Oberschenkeln, die beiden letzteren mit Dellen, und Dehnungsstreifen habe ich seit der Pubertät. Das ist nunmal so. Und ja, es fällt mir schwer, mich so auch schön zu finden, weil ich mich nicht total von meinen Prägungen und von den gesellschaftlichen Normen, die überall präsent sind, abgrenzen kann. Was ich kann ist, dies nicht meine Ernährung steuern zu lassen. Ich mache konsequent keine Diäten. Und ich unternehme auch sonst keine Dinge, um meinen Körper in eine schlanke Form zu zwingen, die ohnehin nur so lange anhält, wie ich die Zwangsmaßnahme aufrecht erhalte. Ich trage praktisch nur Schwarze Sachen, nie helle Kleidung, weil ich in hellen Sachen voluminöser wirke und sich Speckröllchen deutlicher abzeichnen. Ich finde es schlecht, dass ich mich von diesem Gefühl, nicht dick aussehen zu wollen, nicht lösen kann, aber ich finde es gut, dass ich dafür nicht meinem Körper Schaden zufüge. Ich habe das Gefühl, das auch du, Nemesister, geäußert hast, dass gesellschaftliche Schönheitsideale auch die Körper in radikal linken, queeren usw. Szenen prägen. Ich finde, es ist einfach deutlich, wie die Körper dort im Schnitt aussehen und das das kein Zufallseffekt ist, sondern Ergebnis dessen, dass viele Leute sich bemühen, schlank zu sein. Schlimm ist, dass das dann auch noch geleugnet wird, von wegen hier in der Linken stehen wir ja über sowas drüber. Und so vorgegaukelt wird, dass die meisten Leute, die üüüüüüberhaupt nicht darin investieren, schlank zu sein, das trotzdem totaaaaal zufällig wären, wodurch es noch weniger normal erscheint, dicker zu sein und die Unterstellung näher liegt, es seine die dickeren Leute, die durch ihr Verhalten (viel Essen oder immer nur faul auf der Couch rumsitzen) dick wären, eher als die Schlanken, die durch ihr Verhalten (Zurückhaltung und Kalorienzählen beim Essen, extra für die Figur Sport machen) schlank wären. Und ich denke, eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall, die wenigsten dickeren Leute sind wie sie sind, weil irgendwas tun würden, was Dick-Sein verursacht, und sehr viele der Schlanken sind so, weil sie sehr wohl extra Dinge tun, um sich schlank zu halten. Trotzdem erscheinen letztere als die "Normalen". Es ist nicht leicht, sich so in solchen Szenen wohlzufühlen, ohne zu den Schlanken zu gehören.
Ich kleide mich auch anderes, wenn ich meine Brille trage. Ich trage mehr "männlich" konnotierte Sachen und schminke mich nicht. Aber ich denke, das hat damit zu tun, dass ich finde, meine Brille ist ein bißchen Boy-Style. Und das mag ich manchmal, aber nicht oft. Ich schminke mich dann auch nicht, wenn ich die Brille trage, weil ich das Gefühl habe, das passt nicht zusammen. Aber am liebsten laufe ich meist ohne Brille und geschminkt in Girl-Style Sachen rum. Die entsprechen aber nicht dem, was als trendige Mainstream-Mode für Frauen gilt und sind enger und kürzer, als in diesm Sinne für meine Figur als angemessen gelten würde (aber wie gesagt, das kann ich nur in Schwarz...). Das lässt sich nicht auf Anpassung an Schönheitsideale reduzieren, sondern ist irgendwo auch wieder Teil eines Heilungsprozesses meinerseits (weil ich als Kind schon gelernt hatte, das Mädchen doof seien und alles weiblich konnotierte irgendwie minderwertig, aber das ist eine andere Geschichte). Ich finde auch, in der queer-Szene, in der ich mich bewege, gibt es eine Dominanz von männlich konnotiertem Style und eine unterschwellige Abwertung von Femmes und allem, was gesellschaftlich eher als weiblich gilt.
_________________ ***revolution is my grrrlfriend***
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bigmouth
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:03 |
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| Klumpen Tofu |
Registriert: 25.03.2008, 19:56 Beiträge: 1254 Wohnort: Ruhrpott
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ihr solltet vielleicht nal eure begrifflichkeiten definieren. bmi 26 und 34 können beide übergewicht bei hohem fettanteil bedeuten, und werden eventuell als "dick" bezeichnet - aber nur letzteres ist mit größerer wahrscheinlichkeit medizinisch bedenklich. leute, die nicht mehr richtig gehen können, tun das in der regel nicht wegen 20 kilos mehr
ich muß auch sagen, daß ich sport ein wenig verteidigen möchte. sport ist eine sehr einfache art, sich körperlich besser zu fühlen, und tut einem in maßen gesundheitlich halt auch gut
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Nemesister
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:04 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 10.04.2007, 19:16 Beiträge: 1697 Wohnort: Ruhrpott
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Annie_Slut, ich glaube das ist stark abhängig von der Definition von Übergewicht  Meine Tante ist nicht einfach nur "mollig", sondern was sie hat könnte man schon als Adipositas bezeichnen. Ein bisschen zu viel ist sicher gesünder als ein bisschen zu wenig. Und das ist auch der Witz an der Sache; manche Leute, die sich über übergewichtige Menschen beschweren und eben das Argument Gesundheit anführen, sind selbst so dünn, dass sie mit Sicherheit nicht gesünder leben. Eine meiner besten Freundinnen ist, seitdem sie ihr Freund um Silvester rum für eine andere verlassen hat, auch essgestört. Die neue Freundin von ihrem Ex-Freund ist extrem schlank und früher hat meine Freundin sich immer selbst darüber beschwert (das seie nicht mehr schön usw.). Seitdem der Typ sie allerdings für dieses abgemagerte Mädchen verlassen hat, ist auch meine Freundin extrem abgemagert - ich schätze sie denkt, dass sie dadurch wieder liebenswert wird  Und sie ist wirklich schön (auch im klassischen Sinn) und war immer schlank, bekommt ständig Komplimente usw... Das ist eine dermaßen gestörte Selbstwahrnehmung die sie da hat. Und bei ihr ist es auch so, dass ihr hungern sie teilweise ebenfalls einschränkt sogar auf ähnliche Art und Weise als wenn sie übergewichtig wäre. Sie kann oft nicht viel unternehmen weil ihr Kreislauf versagt, sie schwächelt oder teilweise sogar umkippt...
_________________ >>Denn wenn wir schon nicht verhindern können, dass der Wahnsinn über unsere Köpfe fliegt, dann lasst uns wenigstens verhindern, dass er in unseren Haaren Nester baut.<<
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bigmouth
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:11 |
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| Klumpen Tofu |
Registriert: 25.03.2008, 19:56 Beiträge: 1254 Wohnort: Ruhrpott
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Nemesister
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:11 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 10.04.2007, 19:16 Beiträge: 1697 Wohnort: Ruhrpott
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Ach und zu dem heterosexistisch; ich habe das nur geschrieben, weil das glaube ich für viele Frauen eine Motivation ist, dünn zu sein (also dass sie damit für die Männer begehrenswerter sind). Homosexuelle Frauen machen sich meiner Erfahrung nach weniger aus diesen Schönheitsnormen.
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Nemesister
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:15 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 10.04.2007, 19:16 Beiträge: 1697 Wohnort: Ruhrpott
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bigmouth hat geschrieben: ihr solltet vielleicht nal eure begrifflichkeiten definieren. bmi 26 und 34 können beide übergewicht bei hohem fettanteil bedeuten, und werden eventuell als "dick" bezeichnet - aber nur letzteres ist mit größerer wahrscheinlichkeit medizinisch bedenklich. leute, die nicht mehr richtig gehen können, tun das in der regel nicht wegen 20 kilos mehr
ich muß auch sagen, daß ich sport ein wenig verteidigen möchte. sport ist eine sehr einfache art, sich körperlich besser zu fühlen, und tut einem in maßen gesundheitlich halt auch gut Ich habe gerade mal gerechnet, der BMI von meiner Tante liegt bei 36,7. Der von Annie_Slut liegt denke ich deutlich darunter 
_________________ >>Denn wenn wir schon nicht verhindern können, dass der Wahnsinn über unsere Köpfe fliegt, dann lasst uns wenigstens verhindern, dass er in unseren Haaren Nester baut.<<
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Nemesister
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:22 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 10.04.2007, 19:16 Beiträge: 1697 Wohnort: Ruhrpott
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Mensch hört ja auch immer wieder von dem Phänomen, dass Menschen sich in Beziehungen "schleifen lassen" sollen. Das heißt auch Frauen kümmern sich, wenn sie sich in festen, längeren Beziehungen befinden, weniger um ihr Äußeres inklusive Gewicht. Das kann ja eigentlich nur zwei Gründe haben. 1. Die Beziehung stärkt das Selbstbewusstsein in solchem Ausmaße, dass auf Äußerlichkeiten weniger Wert gelegt wird/ werden muss. Oder 2. Menschen versuchen in erster Linie den Schönheitsnormen zu entsprechen, weil sie sich dadurch bessere Chancen auf dem "Beziehungsmarkt" erhoffen. Was denkt ihr?
_________________ >>Denn wenn wir schon nicht verhindern können, dass der Wahnsinn über unsere Köpfe fliegt, dann lasst uns wenigstens verhindern, dass er in unseren Haaren Nester baut.<<
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Annie_Slut
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:36 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 14.11.2008, 20:41 Beiträge: 1061 Wohnort: Berlin
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Nemesister hat geschrieben: Annie_Slut hat geschrieben: Diese Sache, dass Dick-Sein schlecht für die Gesundheit ist - so unbestreitbar ist das gar nicht. Es gibt durchaus auch wissenschaftliche Studien, die ergeben haben, das dicke Menschen im Schnitt nicht weniger gesund sind als schlanke. Allerdings, wenn Dicke eine Krankheit haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die_der Ärztin_Arzt gar nicht nach Ursachen forschen, sondern statt dessen sofort davon ausgehen wird, das Gewicht sei die Ursache der Erkrankung. D.h. Dicke bekommen auf Grund der Voruteile von Mediziner_innen eine schlechtere ärztliche Versorgung als Schlanke, weil sie weniger sorgfältig und daher oft falsch diagnostiziert werden. Also ich fand das eine sehr spannende Information, als ich das gehört habe. Das sehe ich anders... Also gerade Übergewicht steht doch im Zusammenhang mit eigentlich allen Zivilisationskrankheiten. Und Übergewicht resultiert doch meist aus ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung (oder zumindest eins von beidem). Meine Tante ist übergewichtig und hat die typischen Problem; zu hohen Blutdruck, zu hohe Cholesterinwerte, zu viel Belastung für die Knochen. Als sie 50 war hat der Arzt zu ihr gesagt, wenn sie so weitermacht sitzt sie in 5 Jahren im Rollstuhl. Sie ist 52 und bisher hat sich nichts geändert... Wenn ich mit ihr spazieren gehe ist sie fast langsamer als meine 80-jährige Oma. Gleichtzeitig reden und laufen geht nicht. Wenn sie sich zu tief setzt (zB auf eine niedrige Couch) kommt sie alleine nicht mehr hoch. Das sind alles Probleme, die sie aufgrund ihres Gewichtes hat. Oder was ist Deine Erklärung? Naja, da ich keine Ärztin bin, kann ich jetzt nicht deine Tante diagnostizieren und was darüber sagen, woher ihre Krankheiten kommen.
Aber dieser angeblich klare Zusammenhang zwischen individuellem Ess- und Bewegunsverhalten ist eigentlich inzwischen recht deutlich widerlegt. Dicke und Schlanke essen im Schnitt die gleichen Dinge, die gleichen Mengen, gleich viel Kalorien. Und es gibt auch im Schnitt keine signifikanten Unterschiede darin, wieviel sich Leute bewegen. Schlanke tun das im Schnitt nicht mehr als Dicke. Also kann daraus nicht das unterschiedliche Körpergewicht resultieren. Das ganze hat wohl viel mit Genen zu tun und damit, wie selbige sich verändern, dadurch, wie die Vorfahren von Personen sich ernährt haben. Auch eine schöne Zahl: Nur 1% derjenigen dicken Menschen, die abnehmen und schlank werden, bleiben schlank und 99% haben innerhalb von max. 5 Jahren wieder ihr Ausgangsgewicht. Ich denke nicht, dass diese 99 % alle nur zu viel fressen. Das sind Leute, die normal essen und sich normal viel bewegen. Nur sehr wenige von den Leuten, die dick sind, essen überdurchnittlich viel und das sind am ehesten diejenigen, die einen schlechteren Gesundheitszustand haben und auch am ehesten die, die durch Änderung ihres Essverhalten nachhaltig abnehmen können. Außerdem: Diäten sind im Schnitt viel schädlicher für die Gesundheit als ein hohes Körpergewicht.
Das weist eigentlich alles darauf hin, dass eher die Ernährung an sich sich auf die Gesundheit auswirkt und weniger das Gewicht, auf welches die Ernährung weniger Einfluss hat als bislang angenommen. Und durch die Überschätzung des Einflusses der Ernährung auf das Gewicht wird dicken eine schlechte Ernährung unterstellt und wenn Schlanke sich schlecht ernähren, wird's übersehen.
Und hohe Cholesterinwerte und Bluthochdruck sind unter Schlanken auch verbreitet, meiner Information nach auch nicht signifikant weniger als bei Dicken, aber bei Schlanken werden andere Ursachen als Körpergewicht diagnostiziert. Liegt es da nicht nahe, dass bei Dicken auch die gleichen, nicht vom Gewicht abhängenden Ursachen oft diesen Krankheiten auch zu Grunde liegen?
_________________ ***revolution is my grrrlfriend***
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Nemesister
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 15:51 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 10.04.2007, 19:16 Beiträge: 1697 Wohnort: Ruhrpott
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Wie kann es dann sein, dass meine Mutter (ihre Schwester) immer schlank war?
Was Du da schreibst habe ich schon tausendmal gehört und früher auch geglaubt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle übergewichtigen Menschen die ich kenne einfach wirklich viel Mist essen. Käse und Wurst aus der Hand zB... Da hätte sich mir schon der Magen umgedreht, lange bevor ich vegan wurde... Was aber vermutlich Veranlagung ist, ist eben ob man lieber fette oder fettarme Dinge isst. Das manche eben Dinge liebend gerne essen, bei denen sich bei anderen der Magen umdreht. Da ist es natürlich leichter, schlank zu sein und zu bleiben wenn man eine Veranlagung zu fettarmen hat. Aber ich habe in meinem ganzen Leben bisher niemanden getroffen, dessen Übergewicht nicht aus falscher Ernährung resultierte (außer eben vorübergehendes Übergewicht aufgrund von Krankheit/ Medikamenten/ u.ä.).
Ich muss mich nochmal korrigieren: Ich will damit nicht sagen, dass alle übergewichtigen Menschen "selber Schuld" sind. Ich denke eher, dass Übergewicht genauso aus einer Essstörung resultiert wie Untergewicht. Essen wird zum Ersatz für Nähe, Anerkennung u.ä. Teilweise liegen dem gestörten Essverhalten auch traumatische Erfahrungen (zB in der Kindheit) zugrunde. Aber gerade deswegen finde ich es wichtig, Adipositas auch als Krankheit bezeichnen zu können - genau wie ich auch Untergewicht als Krankheit bezeichnen kann.
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no.kitsch.please
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 16:00 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 02.04.2007, 12:54 Beiträge: 1401 Wohnort: Marbuärgh
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Nur kurz: Eigentlich ging es doch hier um Schönheitsnormen. Aber ich finde es bezeichnend dass der "Makel" dick-sein (der ja schon in Körperformen gesehen werden kann, deren entsprechende BMIs von "Normalgewicht" künden) direkt zur Diskussion um die Gesundheit führt. Ja, Dicke sind unbeweglich, enthemmt und undiszipliniert.  Deswegen bilden "sie" (als gesellschaftlich ausgrenzbare, homogen halluzinierbare Gruppe) eine perfekte Abgrenzungsfolie.
_________________ "Sit down and read. Educate yourself for the coming conflicts." Mary Harris
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Annie_Slut
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 16:22 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 14.11.2008, 20:41 Beiträge: 1061 Wohnort: Berlin
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Nemesister hat geschrieben: Ach und zu dem heterosexistisch; ich habe das nur geschrieben, weil das glaube ich für viele Frauen eine Motivation ist, dünn zu sein (also dass sie damit für die Männer begehrenswerter sind). Homosexuelle Frauen machen sich meiner Erfahrung nach weniger aus diesen Schönheitsnormen. Also ich denke, auch eine Menge Lesben, Polisexuelle (und damit ist nicht Poliamourie gemeint, sondern Menschen vieler verschiedener Gender sexuell zu begehren) und andere nicht-Heteras da auch ihre Prägungen mitbringen. Ich denke, da gibt's Szenen, in denen Kritik daran üblicher ist und auch teilweise alternative Schönheitsideale, aber es ist nicht so, dass da alle voll befreit von verinnerlichten Idealvorstellungen und einem negativen Verhältnis zum eigenen Aussehen und zur eigenen Körperform sind. Wie gesagt, ich mache auch die Erfahrung in der queer-Szene, in der ich mich bewege, dass da viele Leute offenbar motiviert sind, schlank zu sein und dass eine schlanke Körperform auch dort vorherrschend das Gesamtbild prägt.
_________________ ***revolution is my grrrlfriend***
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Annie_Slut
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 16:23 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 14.11.2008, 20:41 Beiträge: 1061 Wohnort: Berlin
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Nemesister hat geschrieben: Ach und zu dem heterosexistisch; ich habe das nur geschrieben, weil das glaube ich für viele Frauen eine Motivation ist, dünn zu sein (also dass sie damit für die Männer begehrenswerter sind). Homosexuelle Frauen machen sich meiner Erfahrung nach weniger aus diesen Schönheitsnormen. Hm, mein Post wurde doppelt gepostet.
_________________ ***revolution is my grrrlfriend***
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bigmouth
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 17:38 |
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| Klumpen Tofu |
Registriert: 25.03.2008, 19:56 Beiträge: 1254 Wohnort: Ruhrpott
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no.kitsch.please hat geschrieben: Nur kurz: Eigentlich ging es doch hier um Schönheitsnormen. Aber ich finde es bezeichnend dass der "Makel" dick-sein (der ja schon in Körperformen gesehen werden kann, deren entsprechende BMIs von "Normalgewicht" künden) direkt zur Diskussion um die Gesundheit führt. ja, da ist was dran. wäre ich moderator, würde ich mindestens den thread teilen...
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Dodo
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 19.07.2010, 18:59 |
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| Klumpen Tofu |
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Registriert: 01.04.2007, 22:45 Beiträge: 1950 Wohnort: Pisa
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wir können aber auch einfach wieder zurück zum thema.
_________________ Wolverette Zine "She has an IQ of 1001 she has a jumpsuit on and she's also a telephone." 
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nineteen
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 26.07.2010, 12:04 |
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| Klumpen Tofu |
Registriert: 20.06.2010, 16:08 Beiträge: 3
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Hm, sehr interessante Diskussion. Ich würde erstmal zustimmen, dass sich z.B. homosexuelle Frauen weniger aus den "gängigen Schönheitsnormen" machen, wobei ich denke, dass dann da einfach andere Schönheitsnormen im Fokus stehen (geht z.B. einher mit der schon angesprochenen Abwertung von femmes usw.). Mich sprechen Menschen, die sich den Normen total anpassen meistens nicht so an, aber ich finde auch, dass es mindestens genau so normierend ist, Menschen vorzuschreiben, dass sie JA NICHT den Schönheitsnormen entsprechen sollen, weil sie sich dann ja dem Mainstream unterwerfen. Ist ja das gleiche, wie zu sagen, dass sie sich anpassen sollen. Ich z.B. werd oft vom "Mainstream" komisch angeguckt, z.B. weil ich mich nicht schminke und "Männerklamotten" trage, aber in der "linksalternativen" Szene gucken sie dann auch komisch, weil ich mir die Beine rasiere... Wenn man sich der Normen bewusst ist, die man erfüllt oder auch nicht, dann soll man doch machen was man will. Achja, noch ein schönes (  ) Buch zum Thema: "Sich schön machen" von Nina Degele. Voll interessant, kann ich wirklich empfehlen.
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messmachine
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 26.07.2010, 13:23 |
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| the mess we`re in |
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Registriert: 18.07.2007, 17:29 Beiträge: 608 Wohnort: Köln
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nineteen hat geschrieben: Ich würde erstmal zustimmen, dass sich z.B. homosexuelle Frauen weniger aus den "gängigen Schönheitsnormen" machen, wobei ich denke, dass dann da einfach andere Schönheitsnormen im Fokus stehen (geht z.B. einher mit der schon angesprochenen Abwertung von femmes usw.). Und ich würde sagen das homosexuelle Frauen, homosexuelle Frauen sind. Nicht mehr, nicht weniger. Da irgendwelche Zuschreibungen zu zumachen, selbst wenn sie positiv sind, finde ich sexistisch.
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bigmouth
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Betreff des Beitrags: Re: Verinnerlichte Schönheitsnormen? Verfasst: 03.08.2010, 23:20 |
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| Klumpen Tofu |
Registriert: 25.03.2008, 19:56 Beiträge: 1254 Wohnort: Ruhrpott
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